Markus Wimmer

Staubarme Techniken für die Baustelle: Mit Innovation gegen den Feinstaub

Staubarme Technik

Feinstaub ist eine der größten Gefahren auf der Baustelle. Dementsprechend reguliert die EU gemeinsam mit nationalen Gesetzgebern die Immissionsgrenzwerte. Aber besonders innovative Technologien tragen dazu bei, den Bau sicherer zu machen.

Die gesetzlichen Vorgaben

Die Gefahrenstoffverordnung aus dem Jahr 2010 gibt an, dass die Ausbreitung von Staub – insbesondere kanzerogenem Feinstaub – auf unbelastete Arbeitsbereiche möglichst verhindert werden sollte. Ergänzend dazu wird in der Luftqualitätsverordnung-Baumaschinen, die mit 30. Dezember 2015 in Kraft getreten ist, angeführt, welche Immissionsgrenzwerte einzuhalten sind.

Feinstaub auf der Baustelle

Feinstaub entsteht auf der Baustelle durch verschiedene Arbeitsprozesse

Feinstaub wird dabei definiert als kleine und kleinste Staubkörnchen mit einem Durchmesser von maximal 10 Mikrometer, die eingeatmet werden und ihren Weg in die Lunge finden können. Problematisch sind die Partikel vor allem deshalb, da sie in Zusammenhang gebracht werden mit erhöhtem Lungenrisiko und schweren Atemwegserkrankungen.

Staubarme Materialien

Auf der Baustelle sollten anmischbare Pulver möglichst vermieden werden. Der Hintergrund: Sie stauben und setzen dabei schädliche Chemikalien und Stäube frei. Empfehlenswert sind aus diesem Grund Granulate oder Fertigmassen, die weniger toxische und kanzerogene Stoffe aufwirbeln. Auch an der Zusammensetzung der Stoffe wird gearbeitet.

Zudem sind auf dem Markt inzwischen beispielsweise Pumpensysteme erhältlich, die dafür sorgen, dass etwa Spachtelmasse auf der gesamten Baustelle transportiert wird, ohne dass säckeweise Pulver geschleppt und angerührt werden muss.

Staubarme Techniken

Wenn Staub punktgenau abgesaugt werden kann, wird er gar nicht erst in die Luft gewirbelt. Muss beispielsweise der Staub in der Tiefe eines Bohrloches abgesaugt werden, stellt das eine große Herausforderung dar, nicht nur aufgrund der Unerreichbarkeit, sondern überdies auch wegen strenger Auflagen der Gefahrenstoffverordnung.

Auch hier kommt Innovation und Fortschritt zum Tragen. So arbeiten einige Baufirmen bereits mit einer Kombination aus Hohlbohrer und Entstauber, um Staub gleich an Ort und Stelle – also an der Bohrerspitze – abzusaugen.

Staubausbreitung verhindern

Vor Staub schützen

Als Verantwortlicher gilst es Mitarbeiter vor dem Einatmen von Baustaub zu schützen 

Selbst bei den besten Sicherheitsvorkehrungen und modernster Technik wird nicht jede Art von Staub direkt erfasst. Um seine Mitarbeiter vor den schädlichen alveolengängigen Partikeln zu schützen und dafür zu sorgen, dass nicht auch angrenzende Bereiche von einer dünnen Staubschicht überzogen werden, sollten Bauherren auf sogenannte Luftreiniger setzen.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Konzept ist der Dustbox Luftreiner für die Baustelle. Er kann für viele verschiedene Arbeiten vom Abbruch und Einriss von Wänden bis hin zu Reinigungsarbeiten verwendet werden.  Durch Unterdruck werden so gut wie alle Arten von Stäuben vollständig abgeschieden. Zugleich wird der Arbeitsbereich selbst mit Frischluft aus dem Nachbarbereich versorgt.

Markus Wimmer
Über Markus Wimmer
Neben meinem Studium der Elektro-Technik schreibe ich hier auf GearCampaign.org über Neuigkeiten und Wissenswertes aus dem Bereich der Akkutechnologie.