Markus Wimmer

So bleibt der Notebook-Akku länger frisch

Die Strategie für mehr Akkulaufzeit. Die Strategie für mehr Akkulaufzeit.

Moderne Notebooks sind heutzutage mit einem Lithium-Ionen Akku ausgestattet, der auch mehrere Stunden „Powerusing“ aushält. Das Schöne daran: Lithium-Ionen Akkus besitzen eine hohe Lebensdauer – das bedeutet jedoch nicht, dass sie „für immer“ nutzbar sind. Mit einigen kleinen Tipps und Tricks kannst du es jedoch schaffen, die Lebensdauer zu verlängern.

Tipp #1: Extreme Hitze und Kälte vermeiden

Auch, wenn Lithium-Ionen Akkus relativ unempfindlich sind, so sind extreme Hitze und Kälte dennoch ein Problem. Steigen die Temperaturen über 35 oder unter -15 Grad Celsius kann das dem Akku zusetzen. Der Akku altert schneller, sodass sich die Lebensdauer insgesamt verringert. Folglich sollte das Notebook beziehungsweise der Akku vor derartigen Temperaturen geschützt werden.

Eine optimale Wärmeableitung ist dafür besonders entscheidend, denn: Sind die Umgebungstemperaturen moderat, steht das Notebook jedoch auf einem weichen Untergrund, sodass der Lüfter nicht optimal arbeiten kann, kann auch den Akku in Mitleidenschaft ziehen. Eine entsprechende Unterlage hilft, den Luftstrom zu verbessern.

Tipp #2: Erschütterungen vermeiden

Im Normall gehen wir mit unserem Equipment sorgsam um. Wer jedoch das Notebook und den Akku starken Erschütterungen aussetzt, beispielsweise indem das Gerät herunterfällt oder falsch transportiert wird, riskiert kleine Brüche in der Deckschicht – ein großes Problem für Notebook-Akkus, das es unbedingt zu vermeiden gilt, um die Lebensdauer zu verlängern.

Tipp #3: Ladestrategie optimieren

Der wohl wichtigste Punkt, wenn es darum geht, den Notebook-Akku länger frisch zu halten, ist die Optimierung der Ladestrategie: Die Lebensdauer wird in Ladezyklen gemessen – wird der Akku rund 600 bis 800 mal aufgeladen, ist er meist an seiner Grenze angelangt und muss getauscht werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Prozent pro Zyklus aufgeladen werden. Entscheidend ist deshalb:

  • Microaufladungen möglichst vermeiden
  • Ladezustand nicht unter 10 Prozent fallen lassen – eine Tiefentladung führt zu unwiderrufbaren Schäden an der Zellchemie, was eine geringere Kapazität oder sogar einen Komplettausfall zur Folge haben kann.
  • Akkus nicht auf volle 100 Prozent aufladen
  • Orginal-Netzteile nutzen, um korrekte Lade- und Entladespannung zu halten.

Meist sind entsprechende Energiemanager im Notebook verbaut, die diese Werte automatisch einhalten. Eine entsprechend vorausschauende Ladestrategie hilft dennoch auch die letzten Prozent aus dem Akku herauszuholen.

Die drei kleinen Tipps sind schnell umzusetzen und zu verinnerlichen – und sie helfen dabei, die Lebensdauer des Notebook Akkus zu verlängern, was nicht nur längeres kabelloses Arbeiten, sondern auch weniger Kosten für den Nutzer bedeutet.

Markus Wimmer
Über Markus Wimmer
Neben meinem Studium der Elektro-Technik schreibe ich hier auf GearCampaign.org über Neuigkeiten und Wissenswertes aus dem Bereich der Akkutechnologie.